So, nun in aller Kürze zu Tag 2. Mittlerweile ist es spät, und ich möchte dem Jet Lag noch ein bisschen mit Schlaf vorbeugen.

Kleiner Kulturausflug: In Japan hat alles ein lustiges Maskottchen. Vom Rathaus bis zur Polizeistation, oder wie hier das Rote Kreuz:

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So ziemlich alles ist bunt und laut. Eine typische japanische Website würde wir niemals ernst nehmen, zugepflastert mit Bildern und buntem Text. Hier gehört das zum Alltag.

Überall, und ich meine wirklich überall, stehen Getränkeautomaten. Alle 20 Meter. Selbst in der tiefsten Prärie muss man in Japan nicht auf sein eisgekühltes Getränk verzichten. Meist gibt es allerdings Wasser, Tee und Eiskaffee, nicht wie hier diverse Alkoholvarianten.

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Nun zu meinem Tag. Ein bisschen Arbeit muss auch sein! Ich war zusammen mit meinem Kollegen Tatsuhiro und seinem Assistenten am Universitätslabor, um ein Experiment für morgen vorzubereiten. Das wird das erste in einer REihe von kulturvergleichenden Experimenten, die ich im Zuge meiner Forschung durchführe.

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Im Anschluss hat mich Tatsuhiro noch als Fremdenführer durch Kyoto begleitet. Am Abend gab es für uns dann Yaki-Niku (gebratenes Fleisch: Koreanisches BBQ, bei dem man selbst Fleisch an einem Tischgrill zubereitet).

Danach hat uns leider der Regen überrascht. Im Restaurant habe ich dann tatsächlich einen Regenschirm geschenkt bekommen. Ich liebe den Kundenservice in Japan, und das wird wohl wieder einmal das sein, was ich in Deutschland am meisten vermissen werde. Am Eingang meines (wirklich günstigen) Hotels gab es dann nicht nur einen obligatorischen Schirmständer, sondern auch „Überzieher“ für nasse Schirme. Ich kann nicht zählen, wie viele Kleinigkeiten und Aufmerksamkeiten das Leben umsonst (!) erleichtern.

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Japan Tag 2